"Katharina die Große" zwischen Ludwigslust und Parchim

Weil der Bahnknoten Ludwigslust aufgrund der Generalsanierung Hamburg‒Berlin seit August 2025 voll gesperrt ist, kann auch auf der Bahnstrecke Ludwigslust‒Parchim aktuell kein Zug rollen. Fahrgäste können alternativ die Buslinie P nutzen. Damit die Streckensperrung aber möglichst effizient genutzt wird, wird derzeit auch die Bahnstrecke Ludwigslust‒Parchim saniert. Denn auf der 26 km langen Bahnstrecke zwischen Ludwigslust und Parchim ist zurzeit ein wahrer Gigant im Einsatz: Die Hochleistungsreinigungsmaschine RPM-RS-900 der Firma Spitzke, oder auch liebevoll „Katharina die Große“ genannt, arbeitet sich ihren Weg über die Schienen. Der Spitzname ist Programm, denn die Maschine beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihre Leistung.

Bei Gleiserneuerungen sorgt sie dafür, dass Schotter unter den Gleisen gründlich gereinigt und wiederverwendet werden kann. Hierbei wird verschmutzter Schotter aufgenommen, gesiebt und nach Korngröße getrennt. Verunreinigungen und Abfälle werden aussortiert, während das saubere Material zurück ins Gleisbett gelangt. Darüber hinaus kann die 200 Meter lange RPM-RS-900 die sogenannte Planumsschutzschicht, die Schutzschicht zwischen Tragschicht, Erdplanum und Gleisbett austauschen. Das spart Ressourcen, reduziert Transportwege und macht die Arbeiten effizienter.

Dank modernster Technik und präziser Steuerung kann „Katharina die Große“ umfangreiche Streckenabschnitte in kurzer Zeit bearbeiten – ein wichtiger Faktor bei anspruchsvollen Bahnbaumaßnahmen. Gesteuert wird die RPM-RS-900 dabei von einem erfahrenen Team, das die Abläufe überwacht und für einen reibungslosen Betrieb sorgt. Ob aus der Luft oder hautnah betrachtet – der Einsatz von „Katharina die Große“ zeigt, wie moderne Maschinenleistung und Ingenieurskunst den Schienenverkehr fit für die Zukunft machen.

Bettungsreinigungsmaschine zwischen Ludwigslust und Parchim

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