Bauarbeiten 2025/2026

Informationen zu Bauarbeiten in Ihrer Nachbarschaft finden Sie bei den Anwohnendeninformationen.

Informationen und Fotos vom Baufortschritt finden Sie im Baublog.

DB AG/Oliver Lang

Korridorsanierung Hamburg–Berlin

Die 278 Kilometer lange Eisenbahnverbindung zwischen Hamburg und Berlin ist von großer Bedeutung für den deutschen und europäischen Schienenverkehr. Durchschnittlich nutzen rund 110 Fernverkehrszüge, 270 Regionalverkehrszüge und 90 Güterverkehrszüge die Strecke täglich. Insgesamt 470 Züge befahren die Strecke Hamburg–Berlin also täglich – teils nur in einzelnen Teilabschnitten, aber immer so, dass der jeweilige Streckenabschnitt stark belastet wird. Damit ist die Strecke Hamburg–Berlin Spitzenreiter bei den Städte-Direktverbindungen in Deutschland. Gleichzeitig gilt die Strecke aufgrund der vielen Züge als hochbelastet und wird – nicht zuletzt durch die hohen Geschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometer pro Stunde – stark abgenutzt. Regelmäßige Sanierungsarbeiten sind daher unerlässlich, um auch künftig einen sicheren Bahnbetrieb zu gewährleisten.

Gemeinsam mit dem Bund unterzieht die Deutsche Bahn (DB) das hochbelastete Schienennetz einer Korridorsanierung. Nachdem das Konzept Korridorsanierung zuerst auf der Riedbahn angewendet wurde, wird seit August 2025 nun die Strecke Hamburg–Berlin saniert. Dabei werden u.a. umfangreiche Arbeiten an Oberbau, Leit- und Sicherungstechnik sowie an 28 Verkehrsstationen entlang der Bahnstrecke stattfinden. Viele anstehende Arbeiten werden im Zuge der Korridorsanierung gebündelt, sodass nach Beendigung der Bauarbeiten für längere Zeit keine größeren Baumaßnahmen notwendig sind.

Die Korridorsanierung Hamburg–Berlin ist in drei Baubereiche untergliedert, die parallel saniert werden. Der erste Baubereich umfasst den Abschnitt Hamburg–Büchen, der zweite Baubereich betrifft den Teil Büchen–Dergenthin und der dritte Baubereich umfasst den Abschnitt Dergenthin–Berlin.

Was wird im Zuge der Korridorsanierung gebaut?

Seit dem 1. August 2025 wird die rund 280 Kilometer lange Strecke Hamburg–Berlin umfassend saniert. Während der neunmonatigen Bauphase erneuert die DB zwischen Hamburg und Berlin insgesamt 165 Kilometer Gleise und setzt weitere 61 Kilometer Gleise instand. Insgesamt werden 249 Weichen eingebaut – auf den Hauptgleisen und auf Nebengleisen der Strecken. Auf 25 Kilometern Länge wird die Oberleitung ausgetauscht und auf weiteren 22 Kilometern erneuert.

Sechs zusätzliche sogenannte Überleitstellen schaffen künftig mehr Stabilität und Flexibilität im Betrieb und sorgen dafür, dass zum Beispiel schnellere Züge des Personenverkehrs langsamere Güterzüge überholen können. Zwischen Dergenthin und Wittenberge werden die letzten knapp fünf Kilometer Feste Fahrbahn ausgebaut und durch einen Schotteroberbau ersetzt.

In Ludwigslust wird eine Brücke aus dem Jahr 1850 über den Ludwigsluster Kanal durch einen Neubau ersetzt. Im Bereich Wohltorf/Aumühle werden knapp fünf Kilometer Lärmschutzwände saniert und in enger Abstimmung mit den betroffenen Kommunen neu gestaltet. Zudem finden umfangreiche Arbeiten an der bestehenden Leit- und Sicherungstechnik statt. Es werden sechs neue Stellwerksgebäude errichtet und 19 Stellwerke modernisiert.

Einschränkung weiterer Strecken

Aufgrund der Bauarbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik und an den Stellwerken in den Knoten Büchen, Hagenow Land, Ludwigslust, Wittenberge und Neustadt (Dosse) sind auch weitere Streckenabschnitte für den regulären Zugverkehr gesperrt. Dies betrifft folgende Streckenabschnitte:

  • Mölln–Büchen–Lauenburg (Elbe)
  • Hagenow Stadt–Hagenow Land
  • Hagenow Land–Schwerin Süd
  • Schwerin Süd–Ludwigslust
  • Ludwigslust–Parchim
  • Wittenberge–Perleberg
  • Wittenberge–Osterburg
  • Kyritz–Neustadt/Dosse

Modernisierungsarbeiten an diversen Verkehrsstationen

Für ein besseres Kundenerlebnis modernisiert die Deutsche Bahn AG zudem diverse Bahnhöfe entlang der Strecke und gestaltet sie attraktiver. Geplant sind Maßnahmen an 28 Verkehrsstationen – je nach Station, zum Beispiel neue WC-Anlagen und Wetterschutzhäuser, mehr Barrierefreiheit sowie verbesserte Wegeleitsysteme.

Alle detaillierten Informationen zu den Arbeiten an den Bahnhöfen finden Sie auf unserer Unterseite zu den Bahnhofsmaßnahmen.

Vegetationsarbeiten während der Korridorsanierung

Die Deutsche Bahn (DB) passt ihre Vegetationsarbeiten an die Herausforderungen des Klimawandels an. Immer häufiger führen intensivere Stürme, Trockenheit und Starkregen dazu, dass selbst gesunde Bäume geschädigt werden oder umstürzen. Die Arbeiten schützen die Eisenbahninfrastruktur besser vor umstürzenden Bäumen und abbrechenden Ästen und reduzieren damit die Zahl der vegetationsbedingten Störungen deutlich.

Ziel der Vegetationsarbeiten während der Korridorsanierung Hamburg–Berlin ist, dass die einzelnen Bäume entlang der Strecke nicht größer sind als ihr jeweiliger Abstand zum Gleis. So verhindert die DB, dass diese Bäume bei einem Sturz – beispielsweise durch einen Sturm – auf die Gleise fallen könnten. Die entsprechenden Vegetationsarbeiten beginnen mit dem Start der Rückschnittperiode im Oktober 2025. Vor Ort wird die DB rechtzeitig über die geplanten Arbeiten informieren.

Der Schutz der Natur ist der DB dabei ein zentrales Anliegen. Bei der Umsetzung werden gezielt heimische Büsche, Sträucher und kleinere Bäume gepflanzt und damit die Biodiversität erhöht. Außerdem achtet die DB stets darauf, Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu erhalten bzw. neu zu schaffen und diese miteinander zu verbinden (Biotopvernetzung).

Weitere Informationen zu den Vegetationsmaßnahmen und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme finden Sie hier.